Sahi Rahman Erstgespräch
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3. Juli 2025Wandel & Transformation

Warum Veränderung mit Verständnis beginnt

Ich wollte diesmal wirklich freundlich bleiben. Und war es wieder nicht...

Die Verspätung nahm immer weiter zu. Die Durchsage war – wie so oft – unempathisch und unverständlich. Die Klimaanlage defekt. Mein Tagesplan längst Makulatur, aber ich konnte nichts tun. Die typische Ohnmacht auf einer Bahnreise.

Und obwohl ich mir morgens fest vorgenommen hatte, heute entspannt zu bleiben – war ich es nicht. Ich war genervt, sah genervt aus und verhielt mich irgendwann auch so: unfreundlich, aggressiv, überfordert.

Wieder ertappt. Wieder nicht so gehandelt, wie ich es eigentlich wollte – wie so oft. Im Alltag, in Projekten. Manchmal sogar im Coaching.

Aber ich bin doch ein freier Mensch. Ich kann doch tun, was ich will!

Oder doch nicht?

„Der Mensch kann tun, was er will – aber er kann nicht wollen, was er will.“

(Arthur Schopenhauer)

Ich weiß, wie ich reagieren möchte. Ich weiß, was mir gut täte. Und trotzdem tue ich es oft nicht. Weil ich es nicht konsequent genug will. Weil es Anteile in mir gibt, die das nicht wollen – oder nicht wollen können.

- Ich gönne mir keine Pause, obwohl ich müde bin.

- Ich esse nicht, was mir guttut.

- Ich bleibe stehen, wenn ich weitergehen sollte.

- Ich schweige, obwohl ich etwas sagen müsste.

- Ich ziehe mich zurück, wenn ich Nähe bräuchte.

- Ich rede, obwohl ich lieber geschwiegen hätte.

Mit der Zeit habe ich verstanden: Ich bin nicht schwach. Nicht falsch.

Ich bin einfach ein Mensch – bei dem komplexe Prozesse und Emotionen manchmal das einfache, „richtige“ Wollen und damit Tun blockieren.

Für mich bedeutet das:

Wirkliche Veränderung beginnt nicht mit Disziplin, sondern mit Verständnis.

Nicht mit Druck, sondern mit Selbsterkenntnis.

Nicht mit unreflektierten Vorsätzen, sondern mit dem Mut, sich der eigenen Widersprüchlichkeit zu stellen.

Und Coaching?

Coaching heißt nicht, immer wieder zu fragen:

„Warum tust du nicht, was du dir vorgenommen hast?“

Sondern zu erforschen:

Was hindert dich eigentlich daran, es überhaupt wirklich zu wollen?

Wenn du das erkennst, entsteht oft zum ersten Mal echte Bewegung.

Und bis dahin:

Sei freundlich mit dir selbst.

Es ist okay, wenn du gerade nicht tust, was du eigentlich willst.

Du darfst trotzdem wachsen.

Beschäftigt dich diese Frage gerade selbst? Dann lass uns in einem unverbindlichen Erstgespräch darüber sprechen.

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