Sahi Rahman Erstgespräch
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6. Juni 2025Wandel & Transformation

Es geht nie ums Wegnehmen – sondern ums Dazugeben

Es geht nie darum, etwas wegzunehmen – sondern immer darum, etwas dazuzugeben...

Wie oft sitzt mir jemand im Coaching gegenüber und sagt: „Ich will diese Eigenschaft endlich loswerden.“

Die Angst. Die Wut. Das ständige Grübeln. Die Selbstzweifel.

Doch so funktioniert Veränderung nicht. Wir können nichts einfach „entfernen“. Verhaltensweisen haben meist substanzielle Ursachen – oft tief verwurzelt, nachvollziehbar, manchmal sogar genetisch geprägt.

Wirkliche Entwicklung entsteht durch Ergänzung. Indem wir etwas hinzufügen, das das Störende in Balance bringt – und dadurch Flexibilität, Ganzheitlichkeit und persönliches Wachstum ermöglicht.

Diese Haltung hat eine tiefe psychologische und philosophische Tradition:

  • Arnold Beisser sprach von der „paradoxen Theorie der Veränderung“: Entwicklung geschieht nicht durch Streben nach einem Ideal, sondern durch Akzeptanz des Ist-Zustands – und die Offenheit, neue Kräfte dazuzunehmen.
  • C. G. Jung sah Fortschritt in der Integration von Gegensätzen – nicht im Verdrängen, sondern im Ergänzen.
  • Und Heraklit betonte schon vor über 2.000 Jahren: Transformation entsteht im Zusammenspiel der Gegensätze.

Was heißt das konkret für Persönlichkeitsentwicklung?

  • Wenn Du unter Ängsten leidest, brauchst Du nicht Angstfreiheit – sondern mehr Vertrauen, das die Angst in Balance bringt.
  • Wenn Dich Deine Aggressionen stören, kannst Du Achtsamkeit entwickeln, um flexibler zu reagieren.
  • Wenn Du zu stark in der Zukunft lebst, kannst Du lernen, die Wahrnehmung des Moments zu ergänzen – ohne den Weitblick zu verlieren.
  • Deine Selbstkritik muss nicht verschwinden – aber sie kann durch Mitgefühl für Dich selbst relativiert werden.

Wachstum entsteht durch Ganzheitlichkeit – nicht durch Reduktion. Transformation beginnt mit Balance und Flexibilität.

Und im Business-Kontext? Ganz ähnlich.

  • Eine hierarchische Organisation muss nicht von heute auf morgen ihr Organigramm auf den Kopf stellen – sie kann durch offene Kommunikationsräume Beweglichkeit hinzugewinnen.
  • Ein technokratischer Prozess wird nicht menschlich, weil man Technik reduziert – sondern indem man empathische Elemente hinzufügt.
  • Und wer unter Entscheidungshemmnissen leidet, braucht keinen Aktionismus – sondern klare Priorisierungen und nächste Schritte.

Veränderung geschieht, wenn wir den Mut haben, etwas Neues dazuzugeben. Bei uns selbst – und in unseren Organisationen.

Beschäftigt dich diese Frage gerade selbst? Dann lass uns in einem unverbindlichen Erstgespräch darüber sprechen.

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