Sahi Rahman Erstgespräch
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19. Januar 2026Wandel & Transformation

Als ich dachte, ich sei nicht mehr dafür gemacht

Ich dachte schon, ich sei einfach nicht mehr dafür gemacht...

Manchmal öffne ich LinkedIn und merke schon nach wenigen Sekunden, wie mich eine Mischung aus Genervtheit, innerer Unruhe und Überlastung erfasst. Noch ein Webinar, das mir verspricht, mein Business in 30 Tagen zu skalieren. Noch eine Anleitung, wie ich mich selbst besser positionieren, optimieren oder beschleunigen soll. Noch eine Beförderung oder ein KI-Zertifikat, die gefeiert werden, als wären sie der endgültige Beweis für ein gelungenes Leben.

Früher hat mich das angetrieben und motiviert. Heute ermüdet es mich. Nicht, weil ich es nicht verstehe, sondern weil ich mich darin immer seltener wiederfinde. Dieses permanente „Mehr“, dieses ständige Vorwärtsdrängen, diese unterschwellige Botschaft, dass Stillstand gleichbedeutend mit Versagen ist.

Ich ertappe mich dabei, wie ich mich frage, ob ich langsamer geworden bin. Ob ich den Anschluss verliere. Ob mit mir etwas nicht stimmt, weil ich keine Lust mehr habe, mein Leben und meine Arbeit in immer kleinere, besser performende Häppchen zu zerlegen und zu präsentieren.

Lange hat mich diese Unsicherheit begleitet. Bis mir klar wurde, dass sich hier vielleicht weniger meine Leistungsfähigkeit verändert hat als meine innere Orientierung. Arthur C. Brooks spricht von einem Wechsel der Intelligenzform - von der fluiden Intelligenz hin zur kristallinen Intelligenz: weg von Geschwindigkeit, Wettbewerb und Daueroptimierung – hin zu Erfahrung, Einordnung und Beziehung.

Ich merke, dass mich heute weniger interessiert, wie man noch schneller wächst, skaliert oder optimiert, sondern wie Menschen wirklich miteinander arbeiten, einander zuhören und gemeinsam wertvolle Entscheidungen treffen. Mich beschäftigt mehr, ob Beziehungen fundiert sind, als ob sie nützlich erscheinen, mehr, ob etwas langfristig trägt, als ob es kurzfristig Eindruck macht. Erfahrung ist mir wichtiger geworden als Lautstärke, Einordnung wichtiger als Meinung und Tiefe wichtiger als Geschwindigkeit.

Und das ist keine Abwertung der anderen Seite. Geschwindigkeit, Ehrgeiz und der Furor des Lauten haben ihre Berechtigung – und ihre Zeit. Sie haben auch mich weit gebracht. Aber ich erlebe gerade, dass es sich gut anfühlen darf, sich davon zu lösen, ohne auszusteigen, ohne zu resignieren und ohne sich schlechter zu fühlen. Vielleicht ist es einfach ein Wechsel der Perspektive. Weg vom permanenten Beweisen und Bewegen, hin zu einer ruhigeren, tragfähigeren Form von Wirkung.

Geht es dir manchmal ähnlich – oder fühlt sich dieses Tempo für dich noch stimmig an?

Beschäftigt dich diese Frage gerade selbst? Dann lass uns in einem unverbindlichen Erstgespräch darüber sprechen.

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